Die Ackerröte Sherardia arvensis

Die Ackerröte (Sherardia arvensis) ist ein sommerannueller Ackerbewohner aus der Familie der Rötegewächse. Der Name dieser Pflanzenfamilie verweist auf ihre frühere Verwendung als Färbemittel.

Die niederliegende Art besitzt dünne, vierkantige Stängel. Ihre schmalen, zugespitzten Blätter stehen vier- bis sechsquirlig um den Stängel und verleihen der Pflanze ein sternförmiges Erscheinungsbild. Der Blütenstand bildet sich als Trugdolde mit kleinen rosa bis violetten Blüten aus. Während der langen Blütezeit von Mai bis Oktober verleihen die Blüten der Pflanze einen dezenten Farbhauch. Besonders im Herbst kommt dieser auf offenen, lichten Flächen gut zur Geltung.

Die Ackerröte bevorzugt eher trockene, lehmige bis tonige Äcker. Sie findet sich aber zum Teil auch auf Brachen oder Rebkulturen. Sie wächst auf basischen, kalkreichen Untergrund, weshalb sie der Haftdolden-Gesellschaft zuzuordnen ist.

Nach ihrer Blütezeit überdauert sie den Winter als Samen im Boden und keimt im mittleren bis späten Frühjahr, sobald ausreichend Licht auf die offenen Bodenstellen trifft. Ihre Entwicklung profitiert von Wärme, Licht und einem gewissen Maß an Bodenstörung, wie sie auf Brachen oder lockeren Ackerböden natürlicherweise vorkommt.

In Deutschland hat ihr Bestand in den vergangenen Jahren stark abgenommen. Sie gilt noch nicht als gefährdet wird aber bereits auf der Vorwarnliste geführt. Um ihren Bestand nicht noch weiter zu gefährden, gilt es weiter ein besonderes Augenmerk auf diese Art zu legen.