**Der Venusskamm ** Scandix pecten-veneris

Der Venuskamm (Scandix pecten-veneris) ist eine einjährige Pflanze aus der Familie der Doldenblütler. Besonders charakteristisch sind die ungewöhnlichen, nadelförmigen Früchte mit einer Länge von 3 - 7 cm. Sowohl der wissenschaftliche als auch der deutsche Name geht auf die kammartige Anordnung der Fruchtstände zurück.

Die Pflanze besitzt zwei- bis dreifach gefiederte Blätter und kleine weiße Blüten. Die unauffällige Blütenpracht wächst in lockeren Dolden und erscheint meist von April bis Juni, wobei sie je nach Standort und Lichteinfall auch noch später auftreten kann.

Wie die meisten Ackerwildkräuter erfolgt die Vermehrung über Samen, welche meist bereits im Herbst zur Keimung kommen und dann überwintern. Die Venuskammsamen besitzen im Boden eine maximale Keimfähigkeit von unter einem Jahr. Als wärmeliebende Art stammt der Venuskamm aus mediterranen Gebieten und breitete sich im Zuge der frühen landwirtschaftlichen Erschließung aus. In Deutschland ist er als stark gefährdet eingestuft und nur noch an wenigen Standorten auffindbar.

Dort, wo man ihn noch entdecken kann, wächst er auf lehmigen bis tonigen, meist skelettreichen Ackerflächen, aber auch auf Brachen. Die Art benötigt einen trockenen und eher neutralen bis mageren Standort mit kalkreichem Untergrund, weshalb Scandix pecten-veneris sich in der Haftdolden-Gesellschaft der Ackerwildkräuter wiederfindet.

Schon im antiken Griechenland gibt es Hinweise darauf, dass die Pflanze als Küchenkraut genutzt wurde. Auch heute lässt sie sich problemlos im Kräutergarten aussäen, wobei sowohl Blätter als auch Blüten verwendet werden können. Ihr Geschmack wird oft als Mischung aus Petersilie, Kerbel und Koriander beschrieben. Aufgrund ihrer Seltenheit sollte der Venuskamm in der Natur jedoch nicht gesammelt, sondern nur bewundert werden.