Am Abend des 28.07.2026 fand auf der Waldweide Kniebis ein Öffentlichkeitstermin zum Austausch mit der lokalen Bevölkerung statt. Neben mehreren Kniebisern waren Vertreter von Regierungspräsidium, Landschaftserhaltungsverband, Stadtforst sowie der Ortsvorsteher anwesend um offene Fragen aus der Bevölkerung zu beantworten und die Umsetzung des Projekts und dessen Hintergründe zu erläutern.
Die Landschaft auf dem Kniebis wurde über viele Jahrhunderte von landwirtschaftlicher Nutzung geprägt. Mit dem Rückgang der Landwirtschaft und dem Verschwinden der Weidetiere während der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts änderte sich auch das Landschaftsbild. Die ehemals großflächigen offenen und halboffenen Bergheiden sind innerhalb weniger Jahrzehnte größtenteils zugewachsen. Mit den Bergheiden ist auch die auf diesen Lebensraum angewiesene Artenvielfalt verschwunden.
Um diesen historischen Lebensraum mit seiner Artenvielfalt wiederherzustellen, wurde im vergangenen Winter der Wald auf ca. 3 ha stark aufgelichtet. Dadurch gelangt wieder viel Licht auf den Boden, sodass sich eine üppige Krautschicht mit Heidekraut, Heidelbeere und anderen lichtbedürftigen Pflanzen entwickeln kann. Hiervon profitieren seltene Tierarten wie z.B. die Kreuzotter, die Alpine Gebirgsschrecke, der Baumpieper oder Fledermäuse.
Um eine Vergrasung der Fläche zu verhindern und das erneute Zuwachsen zu verlangsamen, weiden während der Sommermonate Rinder auf der ca. 7 ha großen Bergheide. Durch den Fraß, Tritt und Dung der Weidetiere entsteht eine strukturreiche Krautschicht mit hoher Artenvielfalt.