Am Mittwoch, 25.05.22, lud der Landschaftserhaltungsverband Freudenstadt e.V (LEV) in Kooperation mit der Stadt Freudenstadt alle Stücklesbesitzer der Süd-West-Hänge im Christophstal zu einem Informationsabend, bei dem mögliche Landschaftspflegemaßnahmen des Trockenhangs vorgestellt wurden, ein.
Idee ist es, den zunehmend verbuschten und teilweise bewaldeten Trockenhang wieder freizustellen und durch ein Pflegekonzept langfristig offenzuhalten. Dadurch profitieren zahlreiche wärme- und lichtliebende Offenlandarten wie der violette Feuerfalter, die blauflügelige Ödlandschrecke oder die Kreuzotter. Durch die Wiederherstellung der Durchgängigkeit des Hanges wird zudem der Biotopverbund trockener Standorte gestärkt.
Konkret könnte das bedeuten, dass Hecken gepflegt, darunterliegende Steinriegel freigestellt, Trockenmauern saniert und nicht heimische Bäume entnommen werden sowie überalterte Streuobstbäume einen Erhaltungsschnitt bekommen. Durch eine Beweidung mit Schafen und/oder Ziegen kann ab dem 2. Jahr die dauerhafte Offenhaltung sichergestellt werden. Eine Finanzierung dieser Landschaftspflegemaßnahmen ist über die Landschaftspflegerichtlinie mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg möglich.
Voraussetzung für das Projekt ist die Zustimmung der vielen Eigentümer, denn nur so lässt sich eine Beweidung im Sinne des Biotopverbunds über den Hang hinweg realisieren. Aktuell befinden sich die Eigentümer in der Entscheidungsphase, ob sie beim Projekt teilnehmen möchten und es finden gemeinsame Begehungen statt. Der LEV und die Stadt hoffen hier auf eine rege Beteiligung.
Planmäßig sollen die ersten Pflegearbeiten bereits im Oktober dieses Jahres beginnen.
Im Anschluss an die Projektvorstellung berichtete die Stadt Freudenstadt von den Plänen der anstehenden Landesgartenschau 2025, bei der das Christophstal eine zentrale Rolle spielen wird.