Die Kornrade Agrostemma githago

Die Kornrade (Agrostemma githago) kommt dem einen oder anderen vielleicht aus angelegten Gärten bekannt vor. Mit ihren purpurrosanen Blüten und den feinen, dunkeln Adern gilt die Kornrade alt attraktive Zierpflanze. Als weiteres Merkmal besitzt sie schlanke, filzig behaarte Stängel und schmale, graugrüne Blätter.

In ihrer Standortwahl zeigt sich die Kornrade recht genügsam und gilt als typische Kennart der Ackerunkrautgesellschaften. Sie zählt zu den Nelkengewächsen und steht von Juni bis August in der Blüte. Nach der Blüte bildet sie bis zu 200 Samen. Als einjährige Art keimt sie im Herbst aus und überwintert als bodennahe Rosette.

Die Kornrade bildet zur Samenreife so genannte Kapselfrüchte mit ca. 200 Samen pro Pflanze. Die Kapseln öffnen sich erst wenn sie vollständig getrocknet sind oder durch Dreschen beschädigt werden. Ursprünglich wurden die Samen der Kornrade kaum vom Getreide getrennt und und landeten zur Aussaat wieder auf dem Feld. Durch die Modernisierung der Saatgutreinigung kam diese ungewollte Verbreitung jedoch zum Erliegen. Heute zählt die Kornrade zu den seltenen und stark gefährdeten Ackerwildkräutern.

Die Pflanze, besonders ihre Samen sind stark giftig, was sie früher zu einem unerwünschten Gast auf den Feldern machte. 

Da die Kornrade heute oft in Gärten kultiviert wird und vermutlich auch über „Blühmischungen“ verbreitet wird, ist kaum noch zu unterscheiden, welche Bestände zur ursprünglichen Segetalflora gehören. Häufig bleibt auch die Herkunft des Saatguts oder der gezüchteten Ziersorten unbekannt.

Dass die Kornrade heute selbst im Garten geschätzt wird, verdeutlicht die Schönheit der Ackerbegleitflora.

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