Reptil des Jahres 2024: diesen Lebensraum benötigt die Kreuzotter
Die bis zu 90 cm lange Kreuzotter ist eine der zwei in Baden-Württemberg vorkommenden Giftschlangenarten. Das Gift stellt für erwachsene Menschen normalerweise keine Gefahr dar. Kinder und ältere Menschen sind gefährdeter, jedoch kommt es auch hier bei Bissen nur äußerst selten zu schweren Komplikationen.
Kreuzottern sind in Baden-Württemberg stark gefährdet, im Landkreis Freudenstadt befindet sich noch einer der Verbreitungsschwerpunkte der Art in Baden-Württemberg. Insbesondere im westlichen Teil des Landkreises, auf den Grinden entlang der Schwarzwaldhochstraße und in den Tallagen um Baiersbronn und Bad Rippoldsau-Schapbach ist die Kreuzotter noch anzutreffen. Hier kommt sie hauptsächlich an strukturreichen und sonnigen Waldrändern, Säumen, extensiven Standweiden, Steinriegeln und Trockenmauern mit hohem Strukturreichtum und vielen Versteckmöglichkeiten vor. Auch Amphibienlaichgewässer sind wichtige Habitatelemente für die Kreuzotter, da Grasfrösche eine wichtige Nahrungsgrundlage darstellen. Damit die Kreuzotter auch zukünftig im Kreis Freudenstadt vorkommen kann, müssen solche Landschaftselemente erhalten und gefördert werden.
Die Aufwertung von Kreuzotter-Lebensräumen kann finanziell über die Landschaftspflegerichtlinie gefördert werden. Wenden Sie sich mit Fragen zur Kreuzotter oder bei Interesse an Pflegemaßnahmen gerne an Fabian Anger (anger@lev-kreis-fds.de, Tel. 07451 907-5486.
Förderungen für Pflegemaßnahmen zugunsten der Kreuzotter sowie andere Pflegemaßnahmen für das Jahr 2025 können bis zum 30.09.2024 mit dem LEV abgestimmt werden.